Für alle Schularten
Gut besucht: In der Schlosskapelle im Stadtgarten standen eng die Zuhörer beieinander. Bilder: Heidi Rombach | Bild: Heidemarie Rombach 2017   Man hätte eine Tannennadel fallen hören können, so still war es in der Schlosskapelle im Stadtgarten, als drei Schüler Bonndorfer Adventsgeschichten vortrugen. Veranstalter war der Aktionskreis "mir vo do un s Kirchli", der "Kultur-Kunst-Kulinarik" einer großen Besucherschar präsentierte. Heimelig waren die Kapelle und der Vorhof hergerichtet. Draußen erwartete ein "Knuschberhisli" mit leckerem Anhängsel, überdimensionale Bücher und beleuchtete Stelen, Tische und ein Glühwein-/Kinderpunschstand junge und ältere Gäste. Drinnen erinnerte ein Tannenbaum mit Naschereien am Baumende an die Adventszeit.

Alle Busse – egal welcher Linien – fahren den zentralen Busbahnhof in der Schwimmbadstraße an. Foto: Kühnemund   Ab Montag, 10. Dezember, gilt der neue Busfahrplan und mit dem neuen Fahrplan startet auch das neue Bushaltestellenkonzept der Stadt Bonndorf. Alle Busse – egal welcher Linien – werden dann den zentralen Busbahnhof in der Schwimmbadstraße beim Bildungszentrum ansteuern. Dort bestehen dann auch Umsteigemöglichkeiten in alle Richtungen.

Die Jugend ist in bei den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag traditionell involviert. Ihr obliegt es in Zukunft für Frieden und Versöhnung zu sorgen. Lea Müller war eine der Schülerinnen, die aus diesem Anlass ein Gedicht vortrugen. Foto: Martha Weishaar   Es bedarf konkreter Geschichten, um Geschichte besser verstehen zu können. Etwa das traurige Schicksal eines jungen Soldaten, der 1944 damit beauftragt wurde, Fahnenflüchtige aufzuspüren und standrechtliche Hinrichtungen vorzunehmen. Die Schuld, die er damit auf sich geladen hatte, erdrückte ihn dermaßen, dass er kurz vor Kriegsende Selbstmord beging.

Im White Horse Theatre gibt es immer Themen, die Jugendliche ansprechen: Zack und Gina (Ian Archdeacon und Hannah Abbott) verleiten Dennis (Oliver Aitchison) zum Ladendiebstahl in der Parfümerie von Lauren Donovan. Doch das ist erst der Anfang einer kriminellen Karriere. Foto: Martha Weishaar   Eine höchst unterhaltsame Motivation, Englisch zu lernen, ist alljährlich das Gastspiel des "White Horse Theatre" vor Schülern des Bildungszentrums. Denn dabei gibt es auch mal Gelegenheit zum Lachen. Und wer die Vokabeln nicht ganz so gut beherrscht, der kann dem Bühnenspiel dank exzellenter Professionalität der Schauspieler auch so ganz gut folgen. Das fördert nicht zuletzt das sprachliche Vertrauen der Schüler. Die wiederum lauschen mucksmäuschenstill, so dass sogar auf Mikrofone verzichtet werden kann. Für jede Altersgruppe gibt es ausgesuchte Stücke, die sich mit der jeweiligen Lebenswelt von Teenagern befassen. Bei Schülern der Unterstufe wird neben dem Unterhaltungswert auf einfaches Vokabular geachtet. So auch in "Silver Jane", ein Stück, das für die sechsten und siebten Klassen inszeniert wurde.

Immer schön der Reihe nach, mit gezückter Fahrkarte und abgeschnalltem Ranzen - so sollten Fahrschüler den Bus betreten. Busscouts sorgen dafür, dass diese Regeln eingehalten werden. Foto: Martha Weishaar   Drängeln und schubsen vor dem Schulbus sind Probleme, wahrscheinlich so alt wie die Schülerbeförderung überhaupt. Streitereien im Bus sind weitere Ärgernisse für Fahrer wie Fahrgäste. Letztere sind jedoch bei weitem nicht so gefährlich wie die Rangeleien beim Heranfahren eines Busses oder während des Einstiegs. Das Bildungszentrum Bonndorf greift dieses Problemfeld auf und setzt auf die Reglementierung durch Busscouts.
Albtraum eines jeden Busfahrers dürfte sein, dass ein Kind im Gerangel vor oder unter den fahrenden Bus gerät. Dass solch ein "Worst-Case-Szenario" (deutsch: das schlimmste Szenario) gar nicht erst eintritt, dafür könnten eigens ausgebildete Busscouts sorgen. 28 Mädchen und Jungen der achten bis zehnten Klassen des Bonndorfer Bildungszentrums sollen organisieren, dass die Fahrgäste beim Herannahen des Busses in Reih’ und Glied stehen, ihre Fahrkarten parat und den Rucksack abgeschnallt haben. Während der Fahrt bleibt dieser abgeschnallt, so dass stehende Passagiere mehr Platz haben. Überwiegend gute Erfahrungen als Scout machte bislang Maxim Gromann. Der 16-Jährige aus Riedern am Wald weiß allenfalls um Konfliktsituationen zur ersten oder nach der sechsten Stunde, wobei jüngere Schüler sich überwiegend an die Regeln halten.

Gespannt warten 624 Schülerinnen und Schüler, welche lehrreichen Erfahrungen ihnen der Impulstag bescheren könnte. Foto: Martha Weishaar   Moderne Heimatkunde erfuhren 624 Schüler des Bildungszentrums Bonndorf. Im Rahmen eines Impulstages erlebten sie hautnah etwaige Auswirkungen auf ihren Schulalltag, wenn das Bildungszentrum in naher Zukunft das Prädikat Naturparkschule haben wird. Bereits zur von Bürgermeister Michael Scharf angeregten Welle bei der Eröffnung des Impulstages war die freudige Erwartung für dieses schulische Experiment greifbar. Alsdann wuselte es im ganzen Stadtgebiet sowie angrenzendem Wald und Flur nur so vor Kindern und Jugendlichen.

Ute Kaiser, Jutta Schär, Katrin Rebmann und Nathalie Rindt (vorne von links) erarbeiteten das pädagogische Konzept der Pilotphase für das Bildungszentrum. Bürgermeister Michael Scharf, Projektleiter Felix Schüle, Realschulrektor Sammy Wafi und Projektmanager Reinhard Müller (hinten von links) stehen für adäquate Rahmenbedingungen. Foto: Martha Weishaar   Auf den Weg zur Naturparkschule machen sich die Bonndorfer Schulen. Seit mehr als einem Jahr arbeitet eine Planungsgruppe vor Ort ein Rahmenkonzept aus. Am Montag, 2. Oktober, erfolgt der offizielle Startschuss für die Pilotphase. Im Rahmen eines Impulstages werden sich sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie die Kollegien der Real-, Werkreal-und Förderschule auf den Weg machen, um ihr unmittelbares Umfeld aktiv zu entdecken. Gemeinsam mit Hauptinitiatorin Jutta Schär erstellten Ute Kaiser von der Realschule, Katrin Rebmann vom Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ – vormals Martin-Gerbert-Förderschule) sowie Nathalie Rindt, Konrektorin der Werkrealschule, erste Leitlinien für die Pilotphase.