Aktuelles Schuljahr
Die 10c kam im Einheitsdress zur letzten schriftlichen Prüfung und ist erleichtert, als auch die abgehakt werden kann. Foto: Martha Weishaar   Der schriftliche Prüfungsmarathon für die Realschüler ist vorüber. Die Erleichterung stand den Mädchen und Jungen der vier zehnten Realschulklassen aus Bonndorf gestern ins Gesicht geschrieben, nachdem sie zum Abschluss auch noch ihre Deutschprüfung hinter sich hatten. Gerade die hatte ja für einige Aufgeregtheiten gesorgt. Nachdem an einer Schule in Bad Urach der Umschlag mit den Prüfungsaufgaben nicht sachgerecht aufbewahrt und vorzeitig geöffnet worden war, mussten die schriftlichen Prüfungen im Fach Deutsch vom 16. auf den 27. April verschoben werden.

Die Reaktionen der Bonndorfer Realschüler darauf waren unterschiedlich. Für die einen bedeutete diese Terminverschiebung Stress, andere hingegen berührte das überhaupt nicht. Raul Schlegel aus Lenzkirch beispielsweise fand die Deutschprüfung okay. Die Terminverschiebung machte ihm gar nichts aus. Insgesamt fanden sich die Jugendlichen gut auf ihre Abschlussprüfungen vorbereitet. Das verrieten etliche der Schüler nach der letzten Prüfung.

Englisch sei am schwersten gewesen. "Für das Fach Deutsch musste man eh nicht so viel lernen", meinte Jens Vetter nach getanem Werk in vollkommener Gelassenheit. Sein Großcousin Marc sieht das anders. Er hatte sich gerade auf die Deutschprüfung intensiv vorbereitet. Die Textbeschreibung zu Jutta von der Lühe-Towers Kurzgeschichte "Die Botschaft" machte ihm dennoch zu schaffen. "Das war komplizierter als ich gedacht hatte, ich brauchte eine ganze Weile, bis ich damit klar kam. Am Ende hat es aber funktioniert", schildert Marc seinen Prüfungsverlauf. Die Zeit habe ihm locker gereicht. Während er noch bei der Simulation mit den vier zur Verfügung stehenden Stunden nicht ausgekommen war, war er in der Abschlussprüfung bereits nach drei Stunden fertig und mit bei den Ersten, die um 11.30 Uhr ihre Arbeiten abgaben.

Auch Hella Riedl aus der 10c fand die Prüfung "gut", ihre ebenfalls aus Lenzkirch stammende Freundin Lea Schneider sogar "einfach". Viele der Zehntklässler hatten sich für die Bearbeitung ihrer Lektüre "Meine Schwester Sara" von Ruth Weiß entschieden. Alternativ konnte Bertold Brechts "Der gute Mensch von Sezuan" gewählt werden. Außerdem stand eine Gedichtinterpretation von Erich Kästners "Kleines Solo" zur Auswahl. Einem alten Brauch folgend, war für die Abschlussschüler nach der letzten schriftlichen Prüfung erst mal Party angesagt. Am Abend trafen sich alle vier Klassen am Sportplatz in Münchingen zur gemeinsamen Feier.

Auch die schriftlichen Prüfungen an den beruflichen Gymnasien wurden im Verlauf dieser Woche abgeschlossen. Für die Abiturienten der allgemeinbildenden Gymnasien indes ist erst nach der Matheprüfung am 2. Mai Schluss.

Badische Zeitung v. 28.04.2018